DB und ÖBB bauen Grenzverkehr aus

Innerhalb von fünf Jahren: 40 Prozent mehr Fahrgäste

Ab Dezember: neue Verbindungen im Tag- und Nachtverkehr sowie Einsatz neuer Fahrzeuge

Ziel: Fahrgastzahlen im Nightjet-Verkehr bis 2030 verdoppeln

Der Bahnverkehr zwischen Deutschland und Österreich boomt: Bis Ende des Jahres erwarten die Deutsche Bahn (DB) und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) rund 40 Prozent mehr Fahrgäste als noch vor fünf Jahren. Die beiden Unternehmen bauen daher das grenzüberschreitende Angebot im Fernverkehr zwischen den Nachbarländern weiter aus.

Stefanie Berk, Vorstand Marketing und Vertrieb DB Fernverkehr „Der Trend zur Schiene ist ungebrochen. Immer mehr Menschen in Deutschland und Österreich setzen für die Reise ins Nachbarland auf den klimafreundlichen Zug. Mit neuen Zügen, mehr Komfort und mehr Verbindungen wollen wir das Wachstum weiter ankurbeln. Dies geht nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung der beteiligten Eisenbahnunternehmen. Der Ausbau des internationalen Fahrplans im engen Schulterschluss mit den ÖBB ist unsere Antwort auf die wachsende Nachfrage.“

Dr. Sabine Stock, ÖBB-Vorständin Personenverkehr: „Bis 2030 wollen wir die Fahrgastzahlen im Nightjet-Verkehr verdoppeln! Die Deutsche Bahn spielt hier eine wichtige Rolle, da viele Nightjet-Linien in Deutschland starten und enden. Die neuen Verbindungen von Berlin nach Paris und Brüssel und der Einsatz des ‚Nightjet der neuen Generation‘ in Deutschland sind starke Zeichen, dass DB und ÖBB an das Produkt Nachtzug glauben und mehr Angebot zur Verfügung stellen werden.“

Mit dem Fahrplanwechsel ab Dezember gibt es eine weitere ICE-Verbindung zwischen Berlin und Wien über Nürnberg. Durch die Verlängerung der Strecke nach Hamburg erhält auch die Elbmetropole eine weitere tägliche Verbindung in die österreichische Hauptstadt.Die Fahrt mit dem ICE von Berlin über Frankfurt/Main und Stuttgart nach Innsbruck und zurück bieten DB und ÖBB darüber hinaus ab Dezember täglich statt bislang nur am Wochenende an.Zwischen München und Salzburg fahren künftig von etwa 6 Uhr bis 21 Uhr stündlich Fernverkehrszüge. Von Innsbruck nach München gibt es zwischen 6.40 Uhr und 21.40 Uhr täglich einen Zweistundentakt.

ÖBB und DB investieren darüber hinaus verstärkt in neue Züge. Auf der Strecke Frankfurt/Main–München–Salzburg–Klagenfurt werden ab dem Fahrplanwechsel
ICE 4 zum Einsatz kommen und dort für mehr Komfort und Verlässlichkeit im Fernverkehr sorgen. Mehr Qualität und Sitzplätze bringen auch die Railjets der neuen Generation, die ab April 2024 sukzessive auf der Strecke zwischen München und Italien fahren werden. Die nagelneuen und hochmodernen Züge bieten Komfort auf ICE-Niveau.

Auch im Nachtverkehr bauen ÖBB und DB ihre Kooperation aus. So bieten die beiden Unternehmen ab Dezember dieses Jahres Nightjet-Verbindungen von Berlin und Wien nach Paris und Brüssel. Diese Verbindungen werden anfangs dreimal die Woche, ab Herbst 2024 dann täglich gefahren. Für Berlin verdoppelt sich damit die Anzahl der Nightjet-Verbindungen.

Ab Jahreswechsel 2023/24 werden erstmals die komplett neuen ÖBB Nightjet Züge im Einsatz sein. Sie sollen zuerst auf den Verbindungen Hamburg–Wien und Hamburg–Innsbruck zum Einsatz kommen. Diese neu entwickelten und bis zu 230 km/h schnellen Nightjets bieten ein neues Komfortniveau unter anderem durch Einzelkabinen (Mini Cabins) im Liegewagen und einen niveaugleichen Einstieg für mobilitätseingeschränkte Personen. Im Laufe des Jahres 2024 folgen weitere Verbindungen in Österreich, Deutschland und Italien.

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